25.01.2012
Mehr als sechs Jahre nach dem Massaker an 24 Zivilisten in der irakischen Stadt Al-Haditha ist der verantwortliche US-Soldat einen Deal mit der Anklage eingegangen und so der drohenden Haftstrafe entkommen.
Frank Wuterich, Ex-Unteroffizier der US-Marineinfanterie, gestand am Montag, während eines Einsatzes in Al-Haditha im November 2005 seiner Einheit befohlen zu haben, „zuerst zu schießen und dann zu fragen“, was zur Tötung von 24 Zivilisten geführt hatte, berichtet CNN. Die Razzia galt als Vergeltung für den Tod eines Kameraden bei einem Bombenanschlag.
Ursprünglich drohten dem 31-Jährigen bis zu 152 Jahre Haft. Nach dem Schuldbekenntnis ließ die Anklage den Vorwurf des Totschlags fallen. Militärrichter David Jones verurteilte den Angeklagten zu 90 Tagen Haft. Laut den Bedingungen des Deals wird er jedoch nicht ins Gefängnis kommen.
Das russische Außenministerium zeigte sich am Montag empört über das zu milde Urteil im Haditha-Prozess.
Quelle: http://www.de.rian.ru