02.02.2012
Venezuela hat innerhalb von zwei Monaten 160 Tonnen Gold im Gesamtwert von neun Milliarden US-Dollar aus den Schatzkammern Europas und der USA zurückgebracht. Am Montag kam die letzte 14-Tonnen-Lieferung an, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Zentralbankchef Nelson Merentes.
„Die Repatriierung unseres Goldes ist eine Aktion der finanziellen Vernunft und Souveränität“, sagte Merentes. 15 Prozent der venezolanischen Goldreserven bzw. 50 Tonnen Edelmetall sollen jedoch im Ausland bleiben, um dem lateinamerikanischen Land Finanzoperationen zu ermöglichen.
Präsident Hugo Chávez hatte bereits im August angekündigt, die Goldreserven Venezuelas zurück ins Land zu holen und sie in „freundlich gesinnte“ Länder wie Russland, China und Brasilien umzuplatzieren.
Als Gründe für eine derartige Transaktion wurden die Gefahr eines Einfrierens der venezolanischen Auslandskonten und die „mögliche Einmischung“ des Föderalen Reservesystems der USA in die Nutzung der Geldmittel genannt. Das venezolanische Gold lagerte unter anderem in der Bank of England, bei JPMorgan Chase & Co., Barclays Plc und Standard Chartered Plc.
Quelle: http://de.rian.ru