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21.02.2012

Lesezeit: etwa 2 Minuten

21. Februar 1945 - Bombenangriff auf Worms

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Bis zum 21. Februar 1945 war Worms zwar immer wieder getroffen worden, zerstört in der Substanz jedoch nicht.Doch nach dem Willen von „Bomber-Harns" sollte sich nun auch für Worms die Lage endgültig ändern. Die Arbeitsgruppe Verkehr des alliierten Zielkomitees CSTC (Combined Strategie Target Commitee) hatte im November 1944 eine Prioritätenliste mit der Reihenfolge der zu zerstörenden Städte erstellt. Worms mit der Zielnummer GH-5545 stand, aufgrund seiner strategi­schen Lage und der Lederindustrie, an 16. und letzter Stelle. Die Voraussetzungen für die radikale Auslöschung der Stadt waren, aus alliierter Sicht, ideal: Die Stadt mit ihrer alten Bau­substanz war eng und winklig bebaut, d.h. die Brandangriffe wären hier besonders wirkungsvoll. Innerhalb kürzester Zeit müsste es den Berechnungen zufolge, zum Ausbrennen des Zielortes kommen.
340 Bomber griffen unter dem Decknamen „Char“ am 21. Februar an. Das Angriffsziel für die Nibelungenstadt war auf 20:30 Uhr festgelegt. Die Hauptpost am Ludwigsplatz bildete den Zielpunkt für die Bodenmarkierung, kenntlich gemacht mit den sogenannten „Christbäumen“. Gegen 19:30 Uhr wurde in Worms Vollalarm gemeldet. Zum Einsatz in jener wolkenlosen, vom Halbmond erhellten Macht kamen:
288 Halifax Bomber
36 Lancaster Bomber
16 Mosquito Schnellbomber
Drei Minuten vor der Zeit, um 20:27 Uhr begann das alliierte Kommando mit der Vernichtung der Innenstadt. Innerhalb von nur 20min verwandelten die Terrorbomber die eng bebauten Straßenzüge in ein riesiges, weithin sichtbares Flammenmeer. Abgeworfen wurden 23 schwere Luftmienen, Cookies genannt, die mit ihrer ungeheuren Sprengwirkung und Gasschlagwirkung vor allem Dächer abdeckten und damit die Vorarbeit für die folgenden Brandbomben leisteten. Rund 360 Tonnen Sprengbomben regneten auf Worms, hinzu kamen 575 Tonnen Brandbomben, verteilt auf 382.740 einzelne, je 1,879 kg schwere Stabbrandbomben, die den Stadtkern zielgenau trafen. Die Trefferquote lag bei 70%. Aus vielen hunderten Einzelbränden entstand im Nu ein Flächendeckendes Flammenmeer, das eine ungeheure, alles Leben vernichtende Hitze verbreitete. Die Lösch- und Bergungskräfte wurden durch 5 – 10 min nach dem Aufschlag zündende Stabbomben massiv bei ihren Rettungsmaßnahmen behindert. Nach Vollendung ihres Terrorangriffs drehten die Bomberverbände nach Norden ab und flogen dann über Oppenheim nach Westen zu ihren Ausgangspunkt.

Amerikanische Videoaufnahmenvon Worms nach der Bombardierung (April 1945)
Zurück ließen sie ein noch in 90 Meilen Entfernung sichtbares Flammenmeer, welches stundenlang den Himmel über der Nibelungenstadt blutrot einfärbte.
Neben der fast völligen Zerstörung der Wormser Innenstadt mit seinen zahlreichen kulturhistorisch wertvollen Bauten, fielen dem Terrorangriff 239 Menschenzum Opfer. Diese Frauen und Männer liegen auf dem städtischen Friedhof „Hochheimer Höhe“ in einem Ehrenhain würdevoll begraben. Weiterhin hinterließ der Bombenangriff auf Worms vom 21. Februar 15.000 Obdachlose. Darunter Hunderte von Kindern.
Am 18. März 1945 erfolgte ein weitere schwere Bombenangriff auf Worms, dem 141 Menschen zum Opfer fielen und den Rest innerstädtischen Lebens völlig zerstörten.

Quelle: www.infoportal24.org

 

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