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21.02.2012

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Das Rheinland gedenkt den 250.000 Opfern von Dresden

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Am Montag, den 13.02. fand in Dresden der traditionelle Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors gegen die Lazarettstadt Dresden statt. Nachdem sich abzeichnete, dass es in diesem Jahr keinen Aufmarsch am Wochenende geben würde, plante man auch in den verschiedenen Widerstandsgruppen aus dem Rheinland die Anreise für den Fackelmarsch in der Woche ein. Über 60 Aktivisten konnten sich für diesen Tag Urlaub nehmen und starten ihre Fahrt in den frühen Morgenstunden.
 
Bereits auf dem Weg zum Veranstaltungsort konnte man den Medien entnehmen, dass es wohl Blockaden auf der Strecke geben würde und, entgegen aller vorherigen Urteile und Beteuerungen, die Marschstrecke wahrscheinlich nicht problemlos gelaufen werden können wird. Der Startpunkt am Dresdener Hauptbahnhof zeigte ein gewohntes Bild. Hamburger Gitter und massive Polizeikräfte vor Ort sollten schon vor Veranstaltungsbeginn klarstellen, dass die Möglichkeiten der Versammlungsteilnehmer sich der Willkür der Polizeikräfte zu widersetzen mit dem Zugang zu diesem Kessel sehr begrenzt sein werden. Ein klarer Versuch der Verantwortlichen in Politik und Polizeiführung, die Rollenverteilung einmal mehr entgegen der Realität vor Ort umzudrehen. Die friedlichen Trauermarschteilnehmer, werden wie Kriminelle zusammengepfercht und der antideutsche Pöbel feiert die Bombardierung Dresdens, hofiert von den Demokraten, entlang dieses Kessels. Auch wenn uns dieses Bild nicht passt, der Jahrestag der Bombardierung von Dresden, der Trauermarsch und die Nachricht, die in die Welt gesendet werden kann, wenn mehrere tausend Deutsche an Seite an Seite für die geschichtliche Wahrheit auf die Straße gehen, erfordern ein größeres Maß an Disziplin. Der Trauermarsch setzte sich, mit einiger Verspätung, nach einer kurzen Auftaktkundgebung, in Bewegung. Über 2000 Deutsche stellten sich in Sechserreihen auf und zogen schweigend durch die Straßen Dresdens. Die Wegstrecke wurde von der Polizeiführung, wie bereits vorher befürchtet, auf etwa ein Viertel der eigentlich genehmigten Strecke verkürzt. Dies führte dazu, dass ein Teil der Teilnehmer auf der Strecke stoppte und damit versuchte die eigentlich geplante Wegstrecke so doch noch durchzusetzen. Mangelnde Absprachen sorgten dabei allerdings dafür, dass der Demonstrationszug geteilt wurde, so dass eine Hälfte des Zuges, ohne von dem Stopp des hinteren Teils des etwas zu bemerkten, zurück zum Ausgangspunkt lief und dort Aufstellung zur Abschlusskundgebung nahm. Die Taktik, durch den Stopp druck auf die Polizei aufzubauen, konnte daher nicht aufgehen und endete damit, dass die Polizeiführung die zurückgebliebenen Versammlungsteilnehmer kurzerhand zu einer eigenen Veranstaltung erklärten.
 
Die Abschlusskundgebung begann mit dem Totengedenken durch Kamerad Eckart Bräuniger. Die Rede war inhaltlich sehr gelungen und dem Anlass angemessen, auch wenn man sich fragen muss, weshalb es bei einer Veranstaltung mit überparteilichen Charakter wichtig ist jeden Posten des Redners innerhalb einer Partei bei dessen Anmoderation zu nennen. Die Worte des Redners gewinnen dadurch nicht an Gewicht, es bleibt leider vielmehr der schlechte Nachgeschmack, dass eine Veranstaltung, die für den Widerstand über alle Organisationsgrenzen hinweg eine große Bedeutung hat, zu einer Bühne für unterschwellige Parteiwerbung verkommt. Nach Eckart Bräuniger betrat Olaf Rose die Bühne. Er betonte, dass er, bei all seinen vorherigen Auftritten als Redner auf den Veranstaltungen zur Bombardierung Dresdens, versucht hatte, sich nur auf die historischen Fakten zu beziehen und er diesmal davon abweichen würde. Er hätte aber gut daran getan, auch in diesem Jahr, nicht von seinem bewährten Muster abzuweichen und den Teilnehmern seine teilweise doch sehr merkwürdigen Erkenntnisse, zumindest an diesem Tag, zu ersparen. Bereits zu Beginn seiner Ausführungen versuchte er die Politik von Sachsens Ministerpräsident Tillich zu geißeln, was generell natürlich gerechtfertigt ist. Er vergriff sich dabei aber gehörig im Ton. So betonte er, dass Tillich sich hüten sollte ein falsches Wort über Josef Goebbels zu verlieren, da er zwar über die gleiche Niedertracht verfügen, aber nicht dessen Eleganz besitzen würde. Nachdem wir diesen Ausspruch von ihm zur Kenntnis genommen hatten, beschlossen wir, nach kurzer Absprache, die Kundgebung vor dem offiziellen Ende zu verlassen.

Auch bei einer Veranstaltung, die für alle Spektren des nationalen Widerstandes wichtig ist, bei der Disziplin und Haltung noch einmal wichtiger sind als sie es ohnehin bei einer normalen Demonstration schon sind, kann es nicht angehen, dass jede Unverschämtheit einfach hingenommen wird nur vom Rednerpult als Teil der Veranstaltung verkauft wird. Einen Politiker des BRD Regimes mit einem Mitglied der letzten rechtmäßig gewählten Regierung des Deutschen Reiches gleichzusetzen ist keine revolutionäre Tat, sondern eine Anbiederung an den herrschenden Zeitgeist, die lediglich deutlich macht wie panisch man darum bemüht ist die eigene politische Haltung streng von der „verbotenen Weltanschauung“ abzugrenzen. Die Bewertung der Bedeutung eines Politikers wie Josef Goebbels, durch irgendeinen Schreibtischtäter wie Olaf Rose, ist für uns nicht hinnehmbar.
 
Unser Fazit des 13.02.2012 ist damit sehr durchwachsen. Die Arbeit des Bündnis gegen das Vergessen und seiner Aktivisten ist ohne Frage gut. Sie ist geprägt von dem besten Willen das ganze Gedenken in Dresden als ein Zeichen für die Haltung und die Disziplin des nationalen Widerstandes weiter zu manifestieren und trotz aller Probleme eine wichtige Veranstaltung am Leben zu halten, gerade weil sich dort stets die verschiedenen Spektren des nationalen Widerstandes, bis weit ins bürgerliche Lager, zusammenfinden konnten. Genau deswegen nahmen sich auch so viele Aktivisten aus dem Rheinland 2 Tage Urlaub für die Teilnahme am Trauermarsch, genau deswegen verbrachten wir auch in diesem Jahr mehr als 20 Stunden in einem Reisebus und genau deswegen begaben wir uns 2012 ohne Widerstand in einen Polizeikessel statt den direkten Kontakt mit einem doch sehr übermütigen politischen Gegner zu suchen.

Im Vordergrund stand es die Nachricht zu vermitteln, dass die Wahrheit, auch durch die bundesweite Bündelung antideutscher Kräfte und aller Lügen, nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt werden kann und die deutsche Freiheitsbewegung in Dresden trotz widriger Umstände angemessen um die Toten unseres Volkes trauert. Für uns ist fraglich, ob dies – trotz des Willens aller 2000 Beteiligten – 2012 wirklich gelungen ist. Der gesamte nationale Widerstand sollte dringend anfangen sich in der Nachbereitung des Aufmarsches solche Fragen zu stellen, zu beantworten und entsprechende Lösungsansätze zu erarbeiten!

Dresden ist und bleibt – trotz aller Probleme der letzten Jahre – auch 2013 ein fester Termin für die Aktivisten aus den Widerstandsgruppen im Rheinland. Ein Abnicken und stilles Akzeptieren von Fehlentwicklungen wird es mit uns aber nicht geben!

Quelle: http://www.ab-mittelrhein.info

 

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