24.03.2012

Arm trotz Arbeit
Die aufgrund mieser Löhne reduzierten Einzahlungen von Zeitarbeitern in die Sozialkassen bedeuten auch jetzt schon bei Vollbeschäftigung und ohne berufliche Ausfallzeiten oft Altersarmut. Die geringen Sozialbezüge reichen nicht aus, eine Rente über den Mindestanforderungen der Grundsicherung und von Hartz-IV zu erarbeiten.Das Florieren der Zeitarbeitsbranche liegt in der Arbeitsmarktpolitik der herrschenden Parteien begründet, sowie in den Interessen der Industrie. Denn alles was durch die Stammbelegschaft an sozialen Leistungen in Jahren des Arbeitskampfes errungen wurde, kann man mit der Beschäftigung von Leiharbeitern einsparen. Ein Gesetz besagt, gleiches Geld für gleiche Arbeit, dennoch können viele Leiharbeiter davon nur träumen.
Zeitarbeit ist:
- Verdrängung von regulären Arbeitsplätzen durch Zeitarbeit
- Zwei Klassen von Beschäftigten innerhalb eines Betriebes
- Arbeit auf Probe und das auf Dauer
- Häufige Verstöße gegen Tarif-, Urlaubs- und Lohnfortzahlungsbestimmungen
- im Durchschnitt 30 % weniger Einkommen für die gleichen Tätigkeiten
- Förderung der Altersarmut
Zeitarbeitsfirmen in der Rhein-Neckar Region
Staat fälscht Statistiken
Durch frisierte Arbeitslosenstatistiken versucht die herrschende Klasse getrickste Arbeitslosenzahlen als neues deutsches "Jobwunder" zu verkaufen. Die Gewerkschaften fordern zwar offiziell einen Mindestlohn, beschäftigen aber selbst Menschen in gewerkschaftseigenen Betrieben unter ihren eigenen Forderungen. Die Hartz-IV-Einführerpartei, die SPD, setzt wie die LINKE und GRÜNE auf linkspopulistische Töne, ist aber tatsächlich auch nicht bereit, die maßlosen Unternehmergewinne zu beschneiden und ein Verbot der Zeitarbeit zu fordern. Wie die volksfeindlichen Gewerkschaften sind die Parteibonzen aus dem etablierten Machtkartell die Stiefelknechte des kapitalistischen Systems, die gegen die berechtigten Interessen der deutschen Arbeiter Politik betreiben. So ist es auch nicht verwunderlich, warum die IG Metall nun nur für eine "faire Zeitarbeit" die Werbetrommel rührt, anstatt sich konsequent für ein Verbot der Leiharbeit einzusetzen.Zudem bedrohen jüngst so genannte "Werkverträge" zusätzlich den sozialen Frieden in den Betrieben. Mittels dieser neuen kapitalistischen Spielart der Leiharbeit, werden Tariflöhne und bestehende Kleinst-Mindestlöhne gezielt unterlaufen.
defacto vom 22.04.2012 - Ausbeutung oder Jobchance?
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