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30.05.2009

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Schlageter-Treffen - „Tag des nationalen Widerstandes“

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Zum 60-Jährigen Bestehen der Bundesrepublik Deutschland fand am Samstag, dem 23.05., im Großraum Aachen eine Veranstaltung statt, die aber keineswegs diesem Jubiläum galt, sondern dem ehrenhaften Gedenken an den am 26. Mai vor 86 Jahren erschossenen Freikorps-Kämpfer Albert Leo Schlageter. Dieser wurde 1923 auf der Golzheimer Heide in Düsseldorf von einer Abordnung französischer Soldaten erschossen.


Schlageter wurde wegen Sprengstoffanschlägen an einer Eisenbahnlinie des Ruhrgebietes von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Seine Kampfgruppe versuchte mit diesen Anschlägen die Ausfuhr von deutscher Kohle nach Frankreich zu behindern und wurde trotz weltweiter Gnadengesuche nicht einmal drei Wochen nach seiner Verurteilung hingerichtet. Nach seinem Tod wurde er zum Märtyrer des Freiheitskampfes gegen alliierte Ausbeutung und Besatzung, den er selber ohne Rücksicht und mit bestem Gewissen für sein Volk und Vaterland führte.


Schon als 20-Jähriger meldete er sich kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges freiwillig zum Dienst an seinem Volke. In zahlreichen Schlachten an der Westfront bewies er sich und wurde so am Ende des Krieges mit dem Eisernen Kreuz der I. und II. Klasse ausgezeichnet. Im Februar 1919 wurde der Student aus der Armee entlassen, schloss sich aber bereits im März selbigen Jahres einem Freikorps unter Hauptmann Walter Eberhard Freiherr von Medem an und kämpfte mit diesem als Batterieführer in den baltischen Ländern und wirkte an der Eroberung der Stadt Riga mit. Mit seinem Wechsel zum Freikorps von Petersdorff gehörte er nun zur Marine-Brigade von Loewenfeld, die unter anderem am Kapp-Putsch beteiligt war und den darauffolgenden linksgerichteten Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet niederschlug.


Im Jahre 1921 trat er dann der Organisation „Heinz“ bei, die in Oberschlesien aktiven Widerstand gegen polnische Aufstände leistete und inoffiziell von den deutschen Reichsbehörden unterstützt wurde. Dort nahm er später auch mit dem Freikorps Hauenstein an dem Sturm auf den Annaberg teil, dessen militärische Bedeutung ausschlaggebend für die Zukunft des deutschen Oberschlesiens war. Im Oktober 1921 bestimmte der Oberste Rat der Alliierten dennoch die Teilung Oberschlesiens und der östliche Teil wurde an Polen übertragen. Nach der Teilung arbeitete er in Berlin und wurde Anfang 1923 nach der Ruhrbesetzung durch belgische und französische Truppen wieder für die Organisation „Heinz“ tätig. In dieser leitete er als Gruppenführer aktiven Widerstand an dem Vorhaben der alliierten Truppen die Kohle des Ruhrgebietes als Pfand für Reparationszahlungen des Deutschen Reiches nach Frankreich zu liefern.



Diese bereits erwähnten Aktionen Schlageters mit der Organisation „Heinz“ waren seine letzten Taten für sein Volk und Vaterland, bevor er in einem Hotel festgenommen wurde und wegen des Freiheitskampfes gegen die Besatzungsmächte im Deutschen Reich hingerichtet wurde. An seinem Beispiel lassen sich die parallelen zur Gegenwart erkennen, wo ebenfalls junge Deutsche unterdrückt und gesellschaftlich geächtet werden, die sich in dieser Zeit des Werteverfalls für ihre Heimat und den Fortbestand des eigenen Volkes und der eigenen Kultur einsetzen.


Selbst die KPD versuchte den unmittelbar nach seinem Tode zum Märtyrer gewordenen Schlageter für sich zu instrumentalisieren, als man einen „nationalen Kurs“ innerhalb der Partei einschlug. Vielerorts wurden ihm zu Ehren Denkmäler errichtet und nach der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten zahlreiche Institutionen nach ihm benannt.


Um an seine Taten und die solcher ehrenhafter Männer zu erinnern, kamen rund 100 Kameraden zu dem von der „Kameradschaft Aachener Land“ abgehaltenen Gedenken und konnten dort den Reden einiger nationaler Aktivisten und auch Zeitzeugen gebannt zuhören. So sprach als erster ein gedienter Kamerad aus dem Rhein-Sieg-Kreis über eben die Verdienste Schlageters und übergab dann dem damals in der Wehrmacht dienenden und an der Ardennenoffensive teilnehmenden Leutnant Katte. Dieser berichtete über seine persönlichen Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen vieler junger Kameraden. Besonders ergreifend waren seine Schilderungen über die Zustände in dem damaligen Gefangenenlager der Rheinwiesen. In diesem ließen die Alliierten die gefangenen deutschen Soldaten tagelang hungern und so musste er mit ansehen, wie seine Kameraden selbst in den Latrinen des Lagers starben, da sie so entkräftet und ausgemergelt waren. Nach diesen prägnanten Ausführungen bekam ein ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS das Wort, der ebenfalls kurz auf seine Erfahrungen im und nach dem Krieg einging.


Nach den ersten drei sehr emotional vorgetragenen Redebeiträgen machte man eine kurze Pause, der sich dann kurz darauf eine Rede des nationalen Aktivisten Sven Skodas anschloss. Dieser machte auf die Bedeutung des Widerstandes aufmerksam und das man sich nicht mit den herrschenden Zuständen des Systems abfinden dürfte. Als letzter Redner bekam Axel Reitz aus dem Rheinland das Wort und machte nochmals deutlich, dass nicht mehr viele Zeitzeugen uns von den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges berichten können und die heutige Jugend die letzte Hoffnung für den nationalen Kampf ist und somit die Verantwortung für eine deutsche Zukunft in den Händen hält.

Quelle: http://logr.org/fnsi/2009/05/27/schlageter-treffen-%e2%80%9etag-des-nationalen-widerstandes%e2%80%9c/#more-683

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