19.07.2012
Heute kam es im Laufe des Tages zu drei Hausdurchsuchungen im Alb-Donau-Kreis, bei denen in Wohn- und Nutzräume mit teils massivem Gewalteinsatz eingedrungen wurde. Als Grund mussten angebliche Sachbeschädigungenherhalten, die insgesamt einen Schaden i.H.v. 100€ verursacht haben sollen.
Tatsächlich handelte es sich hier um sog. wildes Plakatieren, was offenkundig eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat darstellt. Selbst wenn es tatsächlich zu Sachbeschädigungen gekommen wäre, stünde das Eindringen in den persönlichen Wohnbereich völlig außer Verhältnis dazu. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde keinerlei nützliches Beweismaterial sichergestellt. Nicht vergessen sollte man jedoch, dass Hausdurchsuchungen nicht mehr der Aufklärung angeblicher Straftaten dienen, sondern mittlerweile ein gängiges Mittel zur Einschüchterung politischer Dissidenten darstellen.
Zudem richtet sich das Augenmerk der Profis maßgeblich nicht auf die Gegenstände, die im Beschluss aufgeführt werden, sondern hauptsächlich auf Computer o.ä., um Daten auszuforschen. Eine Komplettverschlüsselung entsprechender Geräte mit TrueCrypt ist deshalb unerlässlich.
Sobals weitere Infos bekannt sind, werden sie veröffentlicht.
Quelle: Infoportal Schwaben