25.06.2012
Der aktuelle Prüfbericht des Landesrechnungshofes ruft bei Feuerwehren im Land Rheinland-Pfalz mehr als nur Ärger aus.
Der Hintergrund ist ganz einfach : Das Land ist pleite ! Deshalb möchte man durch das Schließen kleiner Feuerwehreinheiten sparen. Der Präsident dees Landesfeuerwehrverbandes in Rheinland-Pfalz Otto Fürst: wörtlich : "Scheinbar versteht man den Sinn und Zweck von kleineren Ortsfeuerwehren nicht."
Normalerweise kann jede Wehr in der Regel innerhalb von acht Minuten wirksame Hilfe leisten. Bereits heute aber fehlt in der Tagesbereitschaft genügend Personal in den Einsatz zu bringen. Das zur Zeit einzige Mittel zur Abhilfe: Am Tage werden mehrere Einheiten paralell alarmiert,um das benötigte Personal in den Einsatz zu bringen.
Wenn man jetzt die kleineren Ortsfeuerwehren schließt werden die Häufigkeit an Einsätzen zunehmen. Das Kernproblem ist doch in den ganzen Stützpunktfeuerwehren sind überwiegend ehrenamtliche Feuerwehrangehörige tätig. Ja und wenn es denn brennt sind dann ganz andere Zeitkategorien die Regel,nicht mehr 8 Minuten zum Einsatzort sondern dann 20 Minuten,dann brennt es aber lichterloh!
Das nächste Problem. Durch den vermehrten Einsatz kommt es zu Schwierigkeiten mit den Arbeitgebern der Feuerwehrleute, durch den Ausfall der Arbeitskraft.viele können die steigenden Belastungen kaum noch tragen. Familienfreundlich ist das ganze auch nicht. Beruf und Familie in Einklang zu bringen von den Systempolitikern so vollmundig vorgetragen ist doch nichts anderes als eine leere Worthülse. So bröckelt das Engagement für die Feuerwehren zwangsläufig.Von Wegen das Ehrenamt atraktiv gestalten.
In vielen Orten auf dem flachen Lande ist doch die Feuerwehr oft die letzte verbliebene Institution vor Ort.
Wenn man kurzfristig spart,die Frage für wen? Für Griechenland - Portuga -Spanien - Irland,die halbe EU wird man langfristig das Ehrenamt verlieren,um dann Hauptamtliche einzustellen. Um mal die Kosten klar zu benennen : Ein Löschzug rund um die Uhr hauptamtlich vorzuhalten kostet das den kommunalen Auftraggeber (also wir Steuerzahler) jedes Jahr rund 4,5 Millionen Euro an Personalkosten. Man könnte es auch so ausdrücken: Mal wieder am falschen Ende gespart.
Quelle: http://www.npd-in-rlp.de