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Nach 4 Jahren kommt die „Westfälische Rundschau“ unter Berufung auf eine Studie der Bundesanstalt für Arbeit zu dem Fazit, dass die sogenannten „1 Euro Jobs“ Stellen vernichten. Arbeitslose verrichten hierbei Tätigkeiten für einen Niedrigslohn, die einen regulären Arbeitsplatz ersetzen. Viele Einrichtungen – vor allem im öffentlichen Dienst – greifen daher gerne auf diese günstigen Arbeitskräfte zurück, was zur Folge hat, dass anderorts Arbeitsstellen verloren gehen. Häufig wird dies damit gerechtfertigt, dass die „Ein-Euro-Jobber“ keine vollen Tätigkeiten verrichten, sondern nur aushelfen, damit sie die Möglichkeit haben, wieder in das Berufsleben zurückzukehren.
Das dies nur eine Ausrede ist, belegt die neue Studie des Arbeitsamtes, wonach 45 % der insgesamt 1232 befragten Personen angeben, sie würden die gleiche Arbeit wie ein Festangestellter verrichten.
Gestützt wird die neue Studie durch den Bundesrechnungshof, welcher bestätigt, dass in 8 von 10 Fällen keine zusätzlichen Stellen geschaffen, sondern reguläre Arbeitsplätze verdrängt werden.
Konkret bedeutet dies, dass Arbeitlose für einen Niedriglohn Tätigkeiten verrichten, die normalerweise von einem Festangestellten verrichtet werden sollten, wobei sie durch das Arbeitsamt gezwungen werden, diese Stellen trotz schlechter Bezahlung anzunehmen. Bei einer Ablehnung drohen Leistungskürzungen bis hin zu einer Komplettsperre.
Anstatt neue Arbeitsplätze zu schaffen – beispielsweise durch die Förderung mittelständischer Betriebe – werden reguläre Arbeitsstellen abgebaut und von Billiglöhnern ersetzt. Wir fordern, dass alle Deutschen die Möglichkeit haben, unter Gerechten Löhnen einer regulären Arbeit nachzugehen und nicht in staatlich verordnete Beschäftigungstherapien gesteckt werden, welche die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch weiter verschlimmern!
Quelle: http://logr.org/dortmund/2009/06/09/welch-eine-erkenntnis-%E2%80%9Eein-euro-jobs-vernichten-arbeitsplatze%E2%80%9C/
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